| Die Situation der Böden
wurde in der Forstwirtschaft lange Zeit hintangestellt. Durch die Zunahme
der Hochwasserereignisse und der Windwurfflächen wurde die Bedeutung
der Böden erkannt.
Die Wälder liefern den Rohstoff für Holz- und Papierprodukte
und für die Gewinnung von Energie (zB Hackschnitzel). Intakte
Waldsysteme nehmen eine entscheidende Rolle im Wasserkreislauf ein.
Sie nehmen das Niederschlagswasser auf, speichern es im Boden und geben
es verzögert an die Vorfluter ab. Damit können Hochwasserereignisse
abgeschwächt und die negativen Folgen weitgehend vermieden werden.
Viele Waldböden sind jedoch stark versauert und "alterschwach",
die Rohhumusauflage schirmt wie ein Schilfdach den Boden ab, das Niederschlagswasser
fließt oberflächlich ab (Erosion, Hochwasser). Die Versauerung
führt dazu, dass die Pflanzenwurzeln nicht mehr tief in den Boden
eindringen, sie begnügen sich mit den obersten 10cm. Damit wird die
Stabilität stark herabgesetzt (Windwurf).
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